Halt!


Liebe Landsleute und Leser!

„In einer“, wie Frl. H. aus B. schreibt, „mich sehr verunsichernden Frage, ob man das so sagen kann, hätte ich gerne geistigen Beistand:

Ich soll demnächst zum Geburtstag einer Freundin eine Rede halten. Doch irgendetwas hält mich davon ab. Ein innerer Halt! stoppt mich quasi. Halten, denke ich mir im Stillen, halten tun die Bauern ihre Kühe auf der Weide oder im Stall, der Heimwerker eine Wasserwaage und der Gatte gewöhnlich zur Gemahlin.

Was, frage ich mich in diesem Zusammenhang nun beklommen, wenn Letztere aber recht haltlos, sich oft und gern in moralischem Halteverbot aufhält und dies für den Betroffenen womöglich nur schwerlich auszuhalten ist? Kurzum, ich halte also wohl besser an mich, meinen Mund und i.Ü. keine Rede? Gell“? 

Das ist fein beobachtet, mein Fräulein - man muss eben ab und an Haltung, eine gerne im Verborgenen blühende innere Größe, zeigen. Ohne dabei natürlich verbale Haltelinien  zu missachten. Sie brauchen jetzt nicht nervös die Haltewunschtaste drücken oder am Haltegriff zerren. Mein Rat:  Niemand sollte die Gelegenheit versäumen, den Mund zu halten.  Auch als Blogwart sind wir bekanntlich nicht unbemüht, unsere Haltebogen zu überspannen. Jedenfalls nicht innerhalb des Haltbarkeitsdatums dieser Zeilen. Gell!   
Wohl an, soviel Halt muss sein  – nur Mut!  

         

 Ihr Blogwart S    (Trotz Diktat nicht verreist)

Kaffee Togo



Landsleute!

H.R. Blümel, ein Freund und Förderer der Neuen Leipziger Schule für Vor- statt Nachdenken (NLSVN) schildert eine Beobachtung aus dem wirklichen Leben, an der sich, außer ihm, offenbar niemand stößt: Vgl. Kaffee Togo Schild! 


 „Für gewöhnlich“, so Blümel, „trinkt man einen Kaffee im Sitzen oder Stehen. Zunehmend ist es jedoch auch üblich, diesen, als 'Coffee to go', gehend zu sich zu nehmen.    

In einem nämlichen Geschäft, schaut die Verkäuferin gelangweilt auf die Kundin vor mir. „Haben sie auch einen anderen Kaffee, als den“, fragt diese und deutet auf das Schild mit der Aufschrift  'Kaffee Togo'?

„Was?“ „Na einen den man kennt“, meint die Dame. „Nö, mir ham nur Togo“, betont das Ladenmädchen mit Nachdruck. „Der wird immer viel verlangt und gern genommen“. „Oh, ich verstehe“, lächelt die Frau, „dann nehm' ich den doch auch. Einmal Togo, to go, schwarz bitte!

„Das ist wie immer grundsätzlich fein beobachtet, verehrter Landsmann. Allerdings dürfte es zweifelhaft sein, dass der hier in Rede stehende Kaffee aus der ehemals deutschen Kolonie Togo kommt.....

Trost

Es erreicht uns das Werk eines unbekannten Meisters, das der Welt nicht vorenthalten werden darf. Über Art und Umfang des Trostes macht der Künstler keine Angaben.
Drei bis vier Glas an Hochprozentigem könnten ausreichend sein. Für’s Erste. 

  
Mfg. - von Wester-Hausenstein
NLSVN-Sekretariat